Zur 50-Jahr-Feier des Dinkelhäuser Heimat- und Verkehrsvereins gab es viel Lob

Heimat mit Leben gefüllt

Dinkelhausen. Die Arbeit der Mitglieder des Dinkelhäuser Heimat- und Verkehrsvereins über fünf Jahrzehnte hat sichtbare Spuren im Dorf hinterlassen. Das lobten alle Redner am Samstag beim Festakt im Sportheim des Turn- und Sportvereins vor 130 Mitgliedern und Gästen.

Als Vertreterin der Stadt Uslar bescheinigte Dr. Karin Hahn den Mitgliedern, dass sie stets mit zugepackt haben, um den Ort schön zu gestalten, ihn lebenswert für Einwohner und Gäste zu machen. Die Heimat ist für die Mitglieder des Jubiläumsvereins auch ein Stück weit gewachsene Bindung, sagte Karin Hahn. Über fünf Jahrzehnte haben sich engagierte Einwohner stets stark gemacht für ihren Ort.

Ortsbürgermeister Dietrich Klinkermann lobte den Einsatz der Mitglieder und übergab dem Vorsitzenden Diethelm Wucherpfennig ein Geldgeschenk vom Ortsrat und den örtlichen Vereinen.

 

Für die Kapellengemeinde gratulierte Pastor Burkhard Stimpel, der sich über den Grund der Feier freute. Ein Geldgeschenk hatte Winfried Müller vom Vorstand des Verkehrsvereins Ferienregion Uslarer Land (FUL) dabei.Er gratulierte für die Heimat- und Verkehrsvereine Bollensen, Kammerborn, Delliehausen, Eschershausen, Fürstenhagen, Gierswalde, Offensen, Schlarpe, Schönhagen, Schoningen, Verliehausen und Volpriehausen. Der Jubiläumsverein hat seinen Teil zum Erfolg der FUL beigetragen, bescheinigte Müller den Dinkelhäusern. Das 362-Seelendorf sei zu Recht ein anerkannter Erholungsort mit seinen intakten Wanderwegen sowie der Traditionspflege wie etwa beim Sensenmähen.

 

Ehrung treuer Mitglieder

Für 50 Jahre Mitgliedschaft und in Anerkennung besonderer Verdienste ehrte der Vorstand Albert Borchert, Helmut Förstermann, Theodor Lange und in Abwesenheit Karl Heidelberg. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden Heinrich und Marion Otto, und für zehn Jahre Zugehörigkeit Andreas Bähr geehrt.

 

Mitgestaltet wurde das Festprogramm von Auftritten der Schlarper Plattsinger, die die Gäste zum Mitschunkeln und -klatschen animierten und ihre Vorstellung mit Döneken von Gitarrist und Ansager Hans-Jürgen Decker auflockerten.

 

Gefeiert und getanzt wurde anschließend zur Musik von Alleinunterhalter Manfred „Manni“ Schmelz aus Nordhessen. (jdx)

Bericht der HNA vom 14.06.2010

 

Erholungsort mit Gemeinschaftssinn

 

Dinkelhausen. Im Mittelpunkt der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Heimat- und Verkehrsvereins Dinkelhausen stand die Chronik, die Petra Augustin vom Vorstand vor 130 Gästen verlas. Sie lobte namentlich Ernst Warnecke, Albert Borchert und Alfred Winkler als Mitbegründer des Vereins, der sich die Förderung des Fremdenverkehrs und die Verschönerung des Ortsbildes auf die Fahne geschrieben hat.

 

Am 9. Juni 1960 sei zunächst der Verkehrsverein gegründet worden, dessen Vorsitzender Karl Heidelberg war. Nach Anzeigen in Zeitungen seien tatsächlich mehr Feriengäste in den Ort gekommen, berichtete Petra Augustin. Die Zahl sei von 243 im Jahr 1964 auf 2900 im Jahr 1972 angestiegen.

Von 1971 an war Ernst Warnecke Vorsitzender des Vereins, der sich mit vielen Objekten um die Verschönerung des Dorfes bemühte.

Dazu gehörte stets das Aufstellen und die Pflege von Ruhebänken, das Anlegen von Wanderwegen, die Müllbeseitigung in der Gemarkung sowie der Bau einer Schutzhütte. Außerdem wurde eine schöne Anlage mit Ziersträuchern an der Kapelle geschaffen. Der Dreschsschuppen wurde ebenfalls von Mitgliedern des Vereins abgerissen. An der Stelle steht der Spielplatz mit einem Springbrunnen.

 

Anerkannter Erholungsort

Seit 1974 ist Dinkelhausen staatlich anerkannter Erholungsort, und seit 1977 ist die Grillhütte des Vereins am Hühnerbusch ein gutes Aushängeschild des Ortes. Die Umbenennung in Heimat- und Verkehrsvereins wurde von den Mitgliedern 1988 beschlossen, und ab 1989 war Horst Beilschmidt Vorsitzender. Dessen Nachfolger wurde 1993 Diethelm Wucherpfennig, der bis heute die Geschicke leitet. Als große Herausforderung bezeichnete Petra Augustin die Renovierung von Räumen im Dorfgemeinschaftshaus. Zusammen mit Ortsheimatpfleger Heinrich Otto sind dort ein Klassenzimmer und eine Heimatstube eingerichtet worden, in der sich jetzt regelmäßig Frauen als Spinnetrupp wie früher zum Klönen treffen.

Die Zahl der Übernachtungen im Dorf mit viel Gemeinschaftssinn ist zwar zurückgegangen, attraktiv ist der Ort jedoch nach wie vor, hieß es. Dafür sorgen auch die Vereinsmitglieder, die sich ehrenamtlich für ein schönes Dorf stark machen, lobte die Festrednerin. (jdx)

 

Bericht der HNA vom 14.06.2010